RSO-Regelwerk

 

Stand: März 2010
Neuerungen zu Januar 2010 sind rot markiert

 

1  Allgemeines

 

1.1  Einführung

Dieses Regelwerk ist die Grundlage für den reibungslosen und klaren Ablauf des Ligaspielbetriebes der Dartsport-Gemeinschaft Rhein-Sieg-Oberberg e.V. (nachfolgend R.S.O. genannt). Es enthält alle Informationen zur Anmeldung, dem Ligaaufbau, dem Spielmodus und den zu beachtenden Regeln. Änderungen des Regelwerks werden allen Kapitänen unverzüglich mitgeteilt. Eine gültige Fassung des Regelwerks liegt auf der Homepage als Download bereit. Jede Mannschaft kann Vorschläge für Änderungen und Ergänzungen des Regelwerks schriftlich an den Vorstand, die Geschäftsstelle oder den Spielleiter richten.
Sollte es zu in diesem Regelwerk nicht beschriebenen Situationen kommen, behält sich der Vorstand die endgültige Entscheidung vor.

 

1.2  Rahmenbedingungen

Für den Spielbetrieb ist der Spielleiter zuständig (Jürgen Gratzfeld, Tel 02241-42453 (AB), Mobil 0152-21652971, Fax 02241-404627, eMail: ligaleiter@rso-dart.de).
Er ist auch verantwortlich für die Berechnung der Tabellen und die Bereitstellung im Internet.
Der
Ligaausschuss behält sich vor, die Aufstellung der Automaten und die Rahmenbedingungen der Spiellokale zu kontrollieren und ggf. Maßnahmen zur Optimierung der Spielbedingungen vorzuschlagen.
Spiellokale, welche die Grundvoraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Punktspiele nicht erfüllen, können als Punktspielstätte ausgeschlossen werden, wenn keine Optimierung möglich ist.

 

1.3  Ligaausschuss

Die Hauptversammlung wählt vier Ligaobmänner/frauen, wobei aus jeder Liga jeweils ein/e Ligaobmann/frau gewählt werden sollte. Diese bilden gemeinsam mit dem Spielleiter und dem Vorsitzenden den Ligaausschuss.
Er entscheidet mit einfacher Mehrheit über alle spielbetriebrelevanten Unstimmigkeiten. Außerdem kann er:

a)   Spielverlegungen über den erlaubten Termin hinaus genehmigen

b)   gegen Vereinsmitglieder oder Mannschaften, die sich eines Verstoßes gegen das Regelwerk schuldig machen eine Verwarnung oder eine Sperre aussprechen.

 

1.4 Geltung

Jeder Spieler der R.S.O. muss von diesem Regelwerk Kenntnis haben und entsprechend nach ihm handeln. Dieses Regelwerk ist ab der Bekanntgabe bis auf weiteres gültig.

 

1.5  Mannschaftsmeldung

Eine Mannschaft besteht aus mindestens vier Spielern.
Mehranmeldungen sind auf dem Anmeldeformular möglich. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen mit schriftlicher Genehmigung der Erziehungsberechtigten gemeldet werden. An den Spieltagen muss der Kapitän im Besitz einer schriftlichen Bevollmächtigung der Erziehungsberechtigten sein, die ihn als Aufsichtsperson seiner Spieler unter 18 Jahren ausweist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das der unter 18 jährige Spieler-/in vom Erziehungsberechtigten begleitet wird. Der Kapitän hat dafür Sorge zu tragen, das wenn der Spieler-/in unter 18 Jahren nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten zum Ligaspiel erscheint, dass der Spieler-/in spätestens mit dem Kapitän zusammen das Spiellokal verlässt.
Mannschaftskapitäne und deren Stellvertreter müssen volljährig sein, um das Amt ausführen zu können.
Mannschaften, die in der R.S.O. spielen möchten, müssen sich mit dem hierfür gültigen Formular
im Ligabüro (Jürgen Gratzfeld, Stationsweg 12, 53840 Troisdorf, Tel. 02241/42453, Fax 02241/404627, eMail: ligaleitung@rso-dart.de) anmelden. Die Daten des Kapitäns müssen auf diesem Formular vollständig (Namen / Vornamen / Geburtsdatum / Anschrift / Telefon / Fax / E-Mail / Spielstätte) angegeben werden. Der jeweilige Anmelde­schluss wird mit der Einladung zum jährlichen Ligaabschluss bekannt gegeben.
Die Anmeldung ist nur gültig, wenn sie vom Kapitän der Mannschaft unterschrieben und der Jahresbeitrag nachweislich fristgerecht entrichtet wurde. Die Unterlagen für die neue Saison werden auf der Hauptversammlung ausgehändigt. Auf Wunsch werden die Unterlagen auch gegen Kostenpauschale von 10 Euro per Einschreiben zugesendet.
Bei allen Unstimmigkeiten bezüglich der Anmeldung von Mannschaften und Spielern entscheidet der Vorstand.

 

1.6  Spieleranmeldung

In Verbindung mit der Mannschaftsanmeldung muss eine namentliche Meldung der Spieler erfolgen. Die Angaben vom Kapitän (siehe 1.4) werden auf diesem Formular eingetragen. Alle Formulare sollten vollständig ausgefüllt sein. Meldet sich ein Spieler in mehr als einer Mannschaft an, wird er für die gesamte Saison gesperrt.
Unvollständige Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Bitte alle Formulare in Druckschrift oder
im PC ausfüllen.
Alle gemachten Angaben werden, gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), vertraulich behandelt und nur im Rahmen der Aufgaben der R.S.O. intern verwendet.
Alle Anmeldungen nimmt
das Ligabüro entgegen.

 

1.7  Ligabeschränkung der Spieler

Ein Spieler darf am Spielbetrieb nur in einer Mannschaft teilnehmen, die in einer für ihn zulässigen Liga eingeteilt ist oder wird. Die für einen Spieler zulässige Liga ist aus seiner aktuellen Ligateilnahme abzuleiten. Dabei ist die zulässige Liga entweder gleich der aktuellen oder eine beliebig höhere Liga. In Ausnahmefällen wie z.b. Mannschaftsauflösungen, behält sich der Vorstand Sonderregelungen vor. Ein Spieler jeder Mannschaft darf aus einer beliebig höheren Liga und ein Spieler aus der nächsthöheren Liga kommen. Ein Mannschaftswechsel ist nur in der Woche (So – So) nach dem letzten Hinrundenspieltag möglich. Der wechselnde Spieler kann seine Einzelranglistenpunkte nicht mitnehmen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass die abgebende Mannschaft  noch mindestens vier aktive Spieler gemeldet hat.

 

1.8  Nachmeldung von Spielern

Nachmeldungen von neuen Spielern, d.h. Spielern, die nicht auf der Spieler-Jahresmeldung aufgeführt waren, sind bis einschließlich drei Spieltage vor Ligaschluss möglich. Hierzu ist das entsprechende Formular zu verwenden.
Hauptkriterium für das Erhalten der Spielberechtigung ist die schriftliche, vollständige Anmeldung und Beitragszahlung, bzw. Ummeldung.
Erst nach Eingang (24 Stunden vor dem beabsichtigten Einsatztermin) der vollständigen schriftlichen Anmeldung und dem Nachweis der erfolgten Zahlung des Saisonbeitrages ist ein Spieler spielberechtigt.
Bei jeder Spielernach- bzw. -neuanmeldung ist die Zahlung des anteilsmäßigen Saisonbeitrags zu leiste
n (ab Rückrunde die Hälfte des Jahresbeitrags).
Für Neuanmeldungen e
rfolgt die Freigabe durch das Ligabüro nur unter Vorbehalt der nachträglichen Prüfung (vergleiche Punkt 4.3; Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern).

 

1.9  Spielerpässe mit Lichtbild

Jeder Spieler/Spielerin erhält einen Spielerpass mit Lichtbild. Dieser Pass muss auf Verlangen der gegnerischen Mannschaft vorgelegt werden. Der Teamkapitän einer jeden Mannschaft hat dafür Sorge zu tragen, dass jeder seiner Spieler/Spielerinnen sich am Spieltag mit diesem Spielerpass ausweisen kann. Kann einer der Spieler/Spielerinnen sich nicht ausweisen, darf der entsprechende Spieler/Spielerin nicht eingesetzt werden. Bei Namensänderung eines Spielers/Spielerin oder des Kapitäns (z.b. durch Heirat) ist der Spielerpass zusammen mit den Angaben der Änderung zwecks Neuausstellung an die Geschäftsstelle zu senden. Bei Zweitausstellung nach Verlust des Spielerpasses ist die Neuausstellung kostenpflichtig (siehe Punkt 1.15; Kostenpauschale).

 

1.10  Neuanmeldung von Mannschaften während der laufenden Saison

Neuanmeldungen von Mannschaften während der laufenden Saison sind möglich. Über die Möglichkeit die Mannschaft in den laufenden Spielbetrieb einzubinden entscheidet der Vorstand.
Ist das nicht der möglich, sollten
für diese Mannschaften Pflicht-/Freundschaftsspiele angesetzt werden. Ggf. bei genügender Anzahl, eine separate Übergangsgruppe eingerichtet werden, welche Ihnen die Zeit bis zur offiziellen Teilnahme am Ligabetrieb verkürzen und das Kennerlernen anderer Mannschaften unserer Liga ermöglichen soll.

 

1.11 Kapitänswechsel 

Der Wechsel des Kapitäns ist dem Ligaleiter umgehend zu melden. Ebenfalls ist es erforderlich, sämtliche Änderungen der Personalien (siehe Punkt 1.4) sofort der Geschäftsstelle mitzuteilen.

 

1.12 Lokalwechsel

Ein Lokalwechsel ist jederzeit möglich, und muss dem Ligaleiter sofort mitgeteilt werden. Zusätzlich muss die Mannschaft die Gastmannschaften der laufenden Saison über den Wechsel informieren.


1.13 Mannschaftsnamenwechsel

Bei einem Namenswechsel der Mannschaft während der Saison werden 5,00 Euro Gebühr berechnet.

 
1.14 Personenbezogenes Lokalverbot

Hat ein Spieler in einem Spiellokal Hausverbot, ist mit dem gegnerischen Kapitän und dem Wirt über eine Aussetzung des Hausverbotes für die Dauer des Ligaspiels zu verhandeln. Besteht der Wirt auf das Hausverbot, wird das Spiel ohne den entsprechenden Spieler ausgetragen.
Ausnahme: Eine Mannschaft ist nur mit 4 Spielern gemeldet, dann ist in ein benachbartes Ausweichlokal zu wechseln.

 
1.15 Kostenpauschale

Die Erstellung des Spielerpasses ist gebührenfrei, für die Ausstellung eines Ersatzdokumentes, z.B. bei Verlust, ist eine Gebühr von 2,50 Euro in Verbindung mit der Anforderung an das Ligabüro zu entrichten. Für die Zusendungen der Pässe werden 0,55 Euro berechnet.

 

 

2  Ligaaufbau

2.1  Ligaaufteilung

Gespielt wird in 4 Ligen (C, B, A, Bezirksliga) die im Tannenbaumsystem gegliedert sind. Jede Gruppe einer Liga besteht aus maximal 10 Mannschaften.

 

2.2  Einteilung der Mannschaften

Die Mannschaften werden durch den Ligaleiter auf Grund der Abschlusstabellen des Vorjahres sowie der Neuanmeldungen eingeteilt. Als Faustformel gilt: Der Letzte steigt ab, der Vorletzte muss in die Relegation bzw. steigt direkt ab, die beiden Ersten steigen auf, der Dritte muss in eine eventuelle Relegation bzw. steigt direkt auf. Endgültig wird das entschieden, wenn alle Anmeldungen für die neue Saison vorliegen.
Die Relegationen werden immer mit der neuen Mannschaft im Modus der höheren Liga gespielt.

 

2.3  Heimspieltag und Spielbeginn

Der Heimspieltag ist grundsätzlich der Samstag. Spielbeginn für alle Ligen ist 19 Uhr.

 

2.4  Ligaspiel-Verschiebung

Ein Ligaspiel darf nur zwischen dem vorherigen und dem folgenden Spieltag verlegt werden. Über Ausnahmefälle entscheidet der Ligaausschuss.
Der Spielverlegungswunsch muss mindestens 5 Tage vor Spielbeginn der gegnerischen Mannschaft und dem Spielleiter mitgeteilt werden. Ein Spielverlegungswunsch nach Ablauf der 5-Tages-Frist muss begründet sein (z.B. mehrfache Krankheitsfälle). Auch hier sind Sonderreglungen möglich über die der Ligaausschuss entscheidet.
Wenn beide Mannschaften verlegen wollen und sich nicht auf einen Termin einigen können, so wird der Termin vom Ligaausschuss festgelegt.
Die beiden letzten Spiele einer Saison dürfen nur vorverlegt werden.

 

 

3  Spielbetrieb

3.1  Dartgerät und Darts

In der R.S.O. wird an Geräten gespielt, die dem Turnierstandard entsprechen müssen. Geräte mit Quattro-Ring dürfen nur dann benutzt werden, wenn der Quattro-Ring ausgeschaltet ist, und nicht mit einem weißen Rand abgesetzt ist. Bullshooter Automaten sind kein Turnierstandard und dürfen für Ligaspiele der R.S.O. nicht benutzt werden. Die Dartscheibe muss mit einem weißen 40-Watt-Strahler beleuchtet sein.
Das Dartgerät muss ebenerdig und gradlinig zur Abwurflinie stehen, des Weiteren darf kein Spieler in seiner Wurftechnik behindert werden. Ein Seitenabstand von 80 cm (beidseitig) sollte eingehalten werden. Wo das nicht möglich ist, muss gewährleistet sein, dass der Werfer nicht behindert wird.
Aus der Scheibenhöhe von 173 cm (Bullmitte) und der waagerechten Entfernung zwischen Abwurflinie und Scheibe von 244 cm ergibt sich die Entfernung der Abwurflinie zur Scheibe von 298 cm - gemessen von der Abwurflinie diagonal zur Bullmitte.
Die Abwurflinie muss eine durchgehende, ebenerdige, gut erkennbare Linie sein und darf nicht überschritten werden.
Jede Mannschaft darf vor Spielbeginn die Entfernung des Gerätes kontrollieren. Die Entfernung zum Gerät muss ggf. vor Spielbeginn korrigiert werden. Nach Ende des Spiels wird ein Protest nicht mehr anerkannt.
Ausnahme: Ist die Abwurflinie nicht dauerhaft fixiert (z.b. Gummimatte), ist die Abwurflinie ggf. auch während der einzelnen Sätze von den jeweiligen Spielern zu kontrollieren bzw. zu korrigieren.
Die Darts müssen mit einer Spitze aus Kunststoff ausgestattet sein. Das Gewicht des Darts muss den Vorgaben der Gerätehersteller entsprechen.
 

3.2  Zählweise des Spielgerätes

Die Zählweise des Geräts ist grundsätzlich anzuerkennen.
Einzige Ausnahme: Die Elektronik des Geräts versagt mehrmals oder völlig, so ist das Spiel abzubrechen. Steht ein zweites Gerät zur Verfügung, wird auf diesem weiter gespielt und der laufende Satz neu begonnen. Falls dies nicht möglich sein sollte, so muss das Spiel an einem anderen Tag durchgeführt werden. Sollte dieser Fall eintreten, so ist sofort der Ligaleiter zu informieren. Die Heimmannschaft hat in diesem Fall den Spielbericht mit der Begründung für den Spielabbruch und dem neuen Spieltermin an den Ligaleiter zu senden. Wird die Begegnung an einem anderen Tag neu begonnen, ist das Spiel mit derselben Mannschaftsaufstellung wie beim ersten Termin durchzuführen.

 

3.3  Spielablauf

Der Spieler der Heimmannschaft beginnt das erste Leg und der Gast das zweite Leg. Der Beginner eines eventuellen dritten Legs wird durch ausbullen (siehe 3.6) ermittelt. Der Gegner muss während des Spieles hinter dem Werfer stehen. Für die Spieler gilt am Board Rauchverbot.
Die Abwurflinie darf während des Wurfes nicht überschritten werden. Es ist gestattet sich über die Abwurflinie zu beugen, auch ein Wurf neben der Abwurflinie, in ihrer gedachten Verlängerung, ist erlaubt. Alle drei Darts müssen in Richtung Board geworfen werden. Die Darts, die in Richtung Board geworfen wurden, gelten als geworfen, gleich ob sie das Dartgerät registriert hat oder vom Board abprallen. Das aufheben abgeprallter Darts um den Wurf zu wiederholen zählt als nachwerfen. Ausnahme ist das Ausbullen des ggf. dritten Satz eines Spiels.
Steckt ein Dart beim Ausmachen im Zielsegment und das Gerät schaltet nicht aus, ist mit dem Gegner zu kontrollieren, ob der Dart wirklich steckt. Ist dies der Fall, gilt der Satz als gewonnen. Ansonsten dürfen die restlichen Darts geworfen werden. Registriert das Dartgerät steckende Darts nicht, muss nach Wurfende nachgedrückt werden. Ausnahmen sind zu früh geworfene Darts.
Die Spieler akzeptieren die vom Gerät angezeigte Punktzahl. Können sie sich nicht einigen, so entscheiden die Mannschaftskapitäne. Der Spieler darf die Wurflinie erst verlassen, wenn
- er alle drei Darts geworfen hat
- er seine restlichen Darts nicht mehr werfen will
- das Gerät durch akustisches oder optisches Signal einen Fehler anzeigt, der ein
   Entfernen der Darts oder einer Spitze erforderlich macht,
- ein Defekt an den Darts dies nötigt macht.

 

3.4  Teamgame

Steht eine Partie nach 18 Spielen (Bez-Liga 20 Spiele) unentschieden, so wird ein Teamgame gespielt. Hierbei bestimmt jeder Teamkapitän 4 Spieler, die zwei Gewinnsätze auf einen Score spielen. Diese Spieler müssen vorher mindestens ein Spiel gemacht haben und dürfen noch nicht ausgewechselt worden sein. Der Spielmodus ist der gleiche, der vorher gespielt wurde. Die Reihenfolge der Spieler im ersten Satz muss auch im zweiten und evtl. dritten Satz gleich sein.
Die Heimmannschaft beginnt das Teamgame. Der evtl. dritte Satz wird von einem beliebigen gesetzten Spieler je Mannschaft ausgebullt.

 

3.5  Spielmodus

In der Bezirksliga wird in den Einzeln 501 Double Out in den Doppeln 501 Double In Double Out gespielt, in der A-Liga wird 501 Double Out, in der B-Liga 301 Master Out, sowie in der C-Liga 301 Single Out gespielt. Alle Modi in „best of three“. Pro Spielbegegnung werden 16 Einzel und 2 Doppel gespielt (Bezirksliga 16 Einzel und 4 Doppel).
Jede Mannschaft muss mit mindestens 3 und kann mit maximal 16 Spielern antreten. Jeder Spieler darf höchstens 4 Einzel und 1 Doppel spielen. In der Bezirksliga darf jeder Spieler 4 Einzel und 2 Doppel spielen wobei zwei gleiche Spieler zwei Doppelpaare bilden dürfen.  
Die Heimmannschaft bestimmt die Spielgeräte auf dem die Punktspiele stattfinden. Erscheint die Gastmannschaft pünktlich zum vereinbarten Spielbeginn (z.b. 19.00 Uhr) hat sie max. eine viertel Stunde Einspielzeit auf den Geräten, welche für die Punktspiele vorgesehen sind. Spätester Spielbeginn ist eine halbe Stunde nach vereinbarter Anfangszeit. In der A- und der Bezirksliga muss, wenn zwei Automaten vorhanden sind, an beiden Automaten gespielt werden.
Tritt eine Mannschaft nur mit drei Spielern an, können nur 12 der 16 Einzel und ein Doppel gespielt werden (Bezirksliga 3 der 4 Doppel). Dabei müssen die verlorenen Spiele am Anfang des Spielberichtes eingesetzt werden und werden als 0:2 verloren
gewertet.

 

3.6  Ausbullen

Der Spieler, dessen Dart am dichtesten am Bull-Eye steckte, beginnt den wenn nötig gewordenen dritten Satz eines Spieles. Die Heimmannschaft bullt zuerst.
Beim Ausbullen gilt die gesamte Dartscheibe (auch der schwarze Rand). Bleibt der
Dart nicht stecken, darf der Wurf wiederholt werden.
Trifft der erste Spieler beim Ausbullen direkt ins Bull-Eye, muss der Dart entfernt werden. Treffen beide Spieler das Half-Bull oder das Bull-Eye wird das Ausbullen
wiederholt, wobei dann der Gast als erstes wirft.


3.7  Spielbericht

Der Spielbericht ist für jedes Spiel nur von der Heimmannschaft zu führen. Auf dem Spielbericht sind alle Spieler mit vollständigen Vor- und Nachnamen einzutragen, ggf. ist der Vorname mit dem 1. Buchstaben abzukürzen und zwar in jedem Namensfeld auf dem Spielbericht. Gänsefüßchen, Abkürzungen usw. sind nicht gestattet. Zum vollständigen Ausfüllen des Spielberichtes gehört auch, das hinter jedem auf dem Spielbericht aufgeführtem Spieler seine Spielernummer einzutragen ist.
Bei Einzelspielen darf jeder Spieler nur einmal gegen den gleichen Gegner antreten. Bei Doppelspielen (Bezirksliga und Ligapokal) dürfen zwei gleiche Doppelpaare nicht zweimal gegeneinander antreten.
Ein Spieler darf keine zwei Spiele hintereinander bestreiten. Bei Verstoß wird sein zweites Spiel mit 0:2 gewertet.
Ausnahme: ein Einzel und ein Doppel dürfen hintereinander gespielt werden.
Nach Einsicht der Aufstellung darf der Spielbericht nicht mehr geändert werden.
Auf dem Spielbericht sind die Einzelspielerwertungen einzutragen (vergleiche Punkt 3.7; Spielereinzelwertung).
Nach Spielende muss der Bericht vom Gastkapitän kontrolliert und von beiden Kapitänen unterschrieben werden. Auch hier ist mit der allgemein gültigen Unterschrift zu unterschreiben.
Unstimmigkeiten sind auf dem Spielbericht zu vermerken.
Sollte eine Mannschaft einen Spieler öfter als erlaubt einsetzen, so werden nur die ersten vier Einzel und das erste Doppel (Bezirksliga zwei Doppel) gewertet. Alle anderen Spiele mit 0:2.

 

3.8  Ersatzspieler / Ersatzspielerin

Alle Ersatzspieler/Ersatzspielerinnen sind ebenfalls vor Spielbeginn in die auf dem Spielbericht dafür vorgesehenen Felder einzutragen. Ein Spieler/Spielerin der während des laufenden Spiels gegen einen Ersatzspieler/Ersatzspielerin ausgetauscht wird, darf nicht wieder eingewechselt werden. Der Ersatzspieler/Ersatzspielerin übernimmt dann auch alle weiteren Spiele des Spielers/Spielerin für die er/sie eingewechselt wurde.


3.9 Ergebnismeldung

Der Spielbericht muss spätestens zwei Werktage nach dem Spieltag beim Spielleiter eingehen, entscheidend hierfür ist der Fax-Sendebericht oder eMail-Sendebericht.
Ist der Spielbericht am 2. Werktag nach dem Spieltag nicht beim Spielleiter eingegangen, werden der Heimmannschaft 5,00 Euro vom Preisgeld abgezogen (siehe auch 4.4), sollte der Spielbericht am 3. Werktag nach dem Spieltag immer noch nicht beim Spielleiter eingegangen sein, so wird das Spiel für die Heimmannschaft zu Null verloren gewertet.
Für das fristgerechte Weiterleiten des Spielberichts ist immer die Heimmannschaft verantwortlich.


3.10 Bestleistungen

Im Rahmen des Ligaspiels werden verschiedene Bestleistungen von Einzelspielern auf dem Spielbericht festgehalten. Auf dem Spielbericht sind folgende Eintragungen vorzunehmen:
Highscore: Am Spieltag erzielte Würfe eines Einzelspielers ab 140 (B und C-Liga) bzw. ab 171 (A und Bez-Liga)
Highfinish: Am Spieltag erzielte Finishes eines Einzelspielers (min. 101 in allen Ligen).
Short Game: Spiele die von einem Einzelspieler mit 12 oder weniger (A-Bez Liga bis
18 Darts) geworfenen Darts gewonnen wurde.

 

3.11 Einzelrangliste

Im Rahmen des Ligaspiels wird vom Spielleiter eine Einzelrangliste geführt.
Die Punkteverteilung lautet 2:0-Sieg 3 Punkte, 2:1-Sieg 2 Punkte, 1:2-Niederlage 1 Punkt. Dies gilt nicht für das Teamgame. Hier werden keine Einzelranglistenpunkte vergeben.

Bei Nichtantritt einer Mannschaft muss die anwesende Mannschaft einen Spielberichtsbogen ausfüllen. Dieser ist wie ein normaler Spielbericht an den Spielleiter zu senden

 

 

4  Punktverlust und Strafgelder

Folgende Unregelmäßigkeiten führen zu Punktabzügen bzw. Strafgeldern

 

4.1  Öffnungszeiten von Spielstätten/ Einspielzeit

Die Spielstätte muss spätestens eine viertel Stunde vor Spielbeginn geöffnet sein, damit der Gastmannschaft die korrekte Einspielzeit von bis zu 15 Minuten gewährt werden kann. Sollte diese Einspielzeit nicht gewährt werden, so ist ein Hinweis auf dem Spielbericht vorzunehmen. Ordnungsstrafe in diesem Fall: 10,00 Euro.

 

4.2  Nichtantritt einer Mannschaft

Wenn eine der beiden Mannschaften eine halbe Stunde nach vereinbartem Spielbeginn 
nicht im Spiellokal erscheint, so wird das Spiel 0:18 / 0:36 gegen die verursachende 
Mannschaft gewertet (Bezirksliga 0:20 / 0:40). Zusätzlich wird bei Nichtantritt einer 
Mannschaft eine Strafe von 40 Euro auferlegt, die zu 50/50 zwischen dem betroffenen 
Wirt und der R.S.O. aufgeteilt werden. Bei zweimaligem Nichtantritt einer Mannschaft 
wird diese vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen. Dies beinhaltet auch Pokalspiele. 
Ein Nichtantritt am letzten Spieltag wird ebenfalls mit Disqualifikation geahndet.

Sollte ein triftiger Grund für die Verhinderung vorliegen, kann auf die Strafe und/oder auf 
die Wertung als Nichtantritt verzichtet werden. Die Entscheidung obliegt dem 
Ligaausschuss. Der Nichtantritt ist dem Spielleiter am gleichen Tag telefonisch durch das 
anwesende Team mitzuteilen.

Bei Disqualifikation oder Mannschaftsauflösung werden alle bisher gespielten Spiele mit 
0:18 / 0:36 (Bez-Liga 0:20 / 0:40) gewertet. Die Einzelranglistenpunkte (außer die der 
disqualifizierten Mannschaft) bleiben bestehen. Für die restlichen Spiele muss jeweils ein 
Spielberichtsbogen ausgefüllt werden. 
Bei Disqualifikation oder Mannschaftsauflösung während der Saison besteht kein 
Anspruch auf bisher erzielte Preisgelder.



 

4.3  Einsätze von nicht spielberechtigten Spielern

Wird ein nicht gemeldeter oder nicht spielberechtigter Spieler eingesetzt, wird das Spiel nachträglich gegen die verursachende Mannschaft  0:18 / 0:36 (Bez-Liga 0:20 / 0:40) gewertet. Des Weiteren droht der verursachenden Mannschaft ein Ausschluss aus dem laufenden Ligabetrieb.

 

4.4 Ergebnismeldung

Bei zu spät abgegebenen Spielberichten wird ein Strafgeld von 5,00 Euro für die Heimmannschaft erhoben. Siehe auch 3.9.

 

4.5 Falsch ausgefüllte Spielberichte

Folgende Strafgelder werden fällig:
Fehlende Passnummern              2,50 Euro je Team ohne Passnummer
Fehlende Unterschrift                    2,50 Euro je Team ohne Unterschrift
Fehlender Teamname                   2,50 Euro je fehlendes Team
Nicht bestätigte Spielverlegung   2,50 Euro je Team

 

4.6 Nicht gezahlte Strafen

Sollte eine Mannschaft nach Abschluss der Saison die Strafen nicht zahlen, werden die Strafgelder anteilsmäßig auf die gemeldeten Spieler aufgeteilt und die Spieler sind für die neue Saison nicht spielberechtigt, bis die persönliche Strafe bezahlt ist

 

5  Unsportliches Verhalten

Kommt es während eines Punktspieles zu vorsätzlichen Störungen, Behinderungen oder zu anderen, ungewöhnlichen Vorkommnissen, mit dem Ziel, den Gegner während des Spiels und insbesondere während des Wurfes zu irritieren, so hat der Kapitän der verursachenden Mannschaft die Vorkommnisse unverzüglich zu unterbinden. Sollte dies nicht geschehen, so muss ein entsprechender Hinweis auf dem Spielbericht gemacht werden. Ein solcher Hinweis auf dem Spielbericht wird gegen die verursachende Mannschaft als grob unsportliches Verhalten gewertet und der Ligaausschuss entscheidet über die Maßnahmen. Werden wiederholt derartige Störungen gemeldet, behält sich der Vorstand vor, einzelne Spieler oder ggf. komplette Mannschaften vom weiteren Spielbetrieb auszuschließen.

  

6 Ligapokal

Der Ligapokal wird in zwei Gruppen gespielt. Bezirks- und A-Liga spielen zusammen sowie die B- und C-Liga. Die Auslosung der ersten Runde des Ligapokals findet grundsätzlich im Anschluss an die Jahreshauptversammlung statt. Alle weiteren Runden im RSO-Ligapokal werden öffentlich ausgelost, die Termine hierzu werden rechtzeitig im Internet bekannt gegeben.
Im Ligapokal werden 11 Einzel und vier Doppel gespielt, immer im Spielmodus der Mannschaft aus der niedrigeren Spielklasse z.b. Bezirksliga gegen A-Liga 501 M.O. oder C-Liga gegen B-Liga 301 S.O.
Im Pokal-Wettbewerb darf ein Spieler nur für max. drei Einzel plus zwei Doppel eingesetzt werden.

 

Der Ligapokal der RSO-Dartliga wird als Doppel-KO-Turniermodus gespielt. Was bedeutet, dass eine Mannschaft in den einzelnen Runden bis zum Finale mindestens zweimal verlieren darf bevor sie ausscheidet. Das heißt, dass die Mannschaft aus der Verliererrunde im Endspiel zweimal gewinnen muss.

Die Pokalspiele sind Pflichtspiele. Das heißt, auch hier wird bei Nichtantritt eine Strafe erhoben (siehe auch 4.2).
Das Finale wird in einer neutralen Gaststätte gespielt. Wird im Finale ein zweites Spiel erforderlich, ist das erste Spiel zwingend nach dem Gewinn des achten Punktes zu beenden.
Auf dem Ligaabschluss wird dann der Master-Cup ausgespielt, in dem die beiden Pokalsieger gegeneinander antreten. Der Spielmodus und das Heimrecht werden vorher ausgelost.

 

7 Einspruch

7.1 Spielwertungen und Strafen

Gegen alle Spielwertungen und Strafen kann der Kapitän innerhalb von vier Tagen Einspruch beim Spielleiter einlegen. Dieser ist schriftlich (Post, Fax, eMail) zu erfolgen. Außerdem ist eine Einspruchsgebühr von 20 Euro zu entrichten. Nach Eingang der Gebühr wird der Ligaausschuss einberufen, in dem über den Einspruch entschieden wird. Bei erfolgreichem Einspruch wird die Gebühr zurückerstattet.

Gegen alle Entscheidungen des Ligaausschusses kann der Kapitän innerhalb von vier Tagen Einspruch beim Vorstand einlegen. Dieser ist schriftlich (Post, Fax, eMail) zu erfolgen. Der Vorstand entscheidet dann letztinstanzlich. Gegen die Vorstandentscheidung ist kein Einspruch mehr möglich.